Packaging
Zwei-Kompartiment-Container
Moldflow-Analysen sind ein präzises Werkzeug zur Simulation des Spritzgusses von Kunststoffteilen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Zwei-Kompartiment-Becher, der im Auftrag des Spritzgussunternehmens Mipac (SE) im Hinblick auf das Füllverhalten optimiert wurde. Die beiden Kompartimente sollen Joghurt und eine süße Füllung enthalten, die der Verbraucher dann nach Wunsch zusammenfügen kann. Das Produkt hat ein IML (In-Mold-Label), das ebenfalls bei der Simulation des Produkts berücksichtigt wurde. Zudem wurde der Behälter mit Blick auf bessere (Spritzguss-)Eigenschaften und somit niedrigere Produktionskosten optimiert.
Die drei wichtigsten Anforderungen waren:
- Eine gleichmäßige Füllung der beiden Kompartimente, zu dem Zweck einer höheren Sicherheit des Verfahrens für das IML und einer Senkung der Schließkraft.
- Die Bindenaht sollte vorzugsweise bei der Abreißlasche entstehen.
- Der Einspritzpunkt des großen Kompartiments sollte so nahe wie möglich an der Seitenwand liegen, um ein möglichst großes IML auf dem Boden zu ermöglichen.
Aus diesen Anforderungen wurde eine optimale Wandstärkenverteilung im gesamten Produkt bestimmt. Die Fließhilfen im Boden, den Seitenwänden und den Ecken der Kompartimente wurden bei BPO ebenfalls im CAD-Modell implementiert. Mittels dieser Optimierung konnten alle gestellten Anforderungen erfüllt werden, und es wurde durch die Zusammenarbeit von Mipac und BPO ein erfolgreiches Produkt auf den Markt gebracht.
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